Aufbauend auf dem Teil der Boeing BSS 7260 Typ II, Klasse 2, der sich mit Schlagbelastungen befasst, beschreibt die ASTM D7136/D7136M-05 die Bestimmung der Schädigungsbeständigkeit von faserverstärkten Polymermatrix-Verbundstoffplatten, die zuvor einer Schlagprüfung mit einem Fallwerk unterzogen wurden. Dabei werden fünf  flache, rechteckige Proben aus jedem Material/Gelege geprüft. Die dabei zu verwendende potentielle Energie - definiert als Masse und Fallhöhe - beträgt 6,7 J multipliziert mit der Probendicke. Die Probe liegt bei der Prüfung auf einer steifen Auflagevorrichtung mit einem entsprechenden Fenster im Träger auf. Mit einem halbkugelförmigen Schlagkörper/Einsatz mit einem Durchmesser von 16 mm wird ein konzentrierter Schlag senkrecht zur Laminatebene in die Probe eingeleitet. Die Schädigungsbeständigkeit der Platte wird durch die Größe und Art der in der Probe vorhandenen Schädigung durch anschließende Kontrolle quantifiziert. Falls erforderlich, werden dann die Druckprüfungen nach ASTM D7137/D7137M-05 durchgeführt. Die Kenntnis der Schädigungsbeständigkeit einer laminierten Verbundwerkstoff-Platte ist sowohl für die Produktentwicklung als auch für die Materialauswahl wichtig.

Als Lösung für Prüfungen nach diesem Standard eignen sich unsere Prüfsysteme Instron 9440 oder Instron 9450. Für Schlagenergien im Bereich zwischen 1,356 und 132,8 J empfehlen wir das System 9440. Bei Schlagenergien zwischen 2,6 und 1603 J empfehlen wir unsere Prüfmaschine 9450 oder 9450 mit optionalem Hochenergiesystem in Verbindung mit unserem Datenerfassungssystem und der Bluehill Impact Software für Anwendungen, bei denen höhere Schlagenergien benötigt werden.

Für die Prüfung von Platten mit einer Dicke von weniger als 2,42 mm bieten wir für die entsprechend niedrigeren Schlagenergien optional eine Leichtbautraverse an. Um einen sekundären Aufprall des Fallgewichts auf die Verbundstoffplatte zu verhindern, kommt unsere Rückprallbremse zum Einsatz. Für größere Produkte aus Verbundwerkstoffen bieten wir auch Ausführungen mit einem größeren, verlängerten Tisch an. Zum Schutz des Bedieners vor Bruchstücken steht eine Auswahl an verriegelten Schutzvorrichtungen zur Verfügung.

Die in der Norm spezifizierte Prüfung schreibt zwar zur Feststellung des Versagens der Probe eine visuelle Kontrolle und Vermessung im Anschluss an die Schlagprüfung vor, die Verwendung einer entsprechenden Instrumentierung in Verbindung mit unserem Datenerfassungssystem, unserer Visual Impact Software und einer DMS-applizierten Schlagfinne ermöglicht jedoch die Erkennung von Versagensstellen/-modi, die unter Umständen bei normalen Prüfbedingungen unerkannt bleiben. Ein solcher Kennwert, der nur mit entsprechender Instrumentierung erkannt werden kann, ist der Anriss oder der Schädigungsbeginn.

VIDEO: ASTM D7136

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