ISO 1133 behandelt die Prüfverfahren zur Bestimmung des Schmelzindex (MFI) von thermoplastischen Polymeren.

Nach ISO 1133 und ASTM D1238 ist der MFI das Gewicht der Polymerschmelze, die aus einer Standardmatrize (2,095 x 8 mm) bei einer bestimmten Temperatur und mit einem Standardgewicht, das auf den Kolben aufgebracht wird, ausfließt.

Der MFI nach ISO 1133 wird verwendet, um zu überprüfen, ob die Qualität eines Kunststoffs innerhalb des erforderlichen Fließfähigkeitsbereichs liegt.

Dies wird üblicherweise für Polyolefine (Polyethylen HDPE, LDPE, LLDPE und Polypropylen PP) verwendet.

Prüfung der Schmelzflussrate

Die ISO 1133 spezifiziert zwei Methoden zur Prüfung:

  • Verfahren A ist eine manuelle Massemessung, bei der zeitlich begrenzte Abschnitte des Extrudats nach dem Test mit einer Waage gewogen werden, um die Massenflussrate (MFR) von Kunststoffen zu bestimmen. 
  • Verfahren B ist ein Wegmessverfahren, das auf der Messung des Kolbenweges mit einem Encoder basiert.

Diese wird in g/10 min angegeben.

Das Ergebnis ist die Schmelze-Volumenstrom-Rate (MVR).

Sie wird in cm3/10 min ausgedrückt und ist der Mittelwert aus den verschiedenen Erfassungspunkten des Encoders.

Die Schmelzedichte wird ebenfalls gemessen und zur Berechnung der zugehörigen MFR verwendet.

Wir empfehlen die Verwendung der MVR-Messung beim Vergleich von gefüllten mit ungefüllten Thermoplasten sowie beim Vergleich von Materialien mit unterschiedlichem Füllstoffgehalt.

Kunststoff-Schmelzindex-Prüfgeräte: wichtige Empfehlungen

Das modulare Schmelzindexprüfgerät CEAST MF20 und MF30 von Instron sind ideal für die Messung der Schmelzindexeigenschaften eines Polyproylens gemäß ISO 1133 Verfahren B. Das Schmelzindexprüfgerät ist mit einem Encoder, einem motorisierten Gewichtsheber für die automatische Gewichtsaufbringung nach einer gewählten Zeit und einem automatischen Abschneiden des Extrudats zur einfachen Messung der Schmelzdichte ausgestattet.

Aufgrund der hohen Fließfähigkeit dieses Materialtyps empfehlen wir, den Matrizenausgang mit einem Matrizenstopfen als Zubehör zu blockieren, um ein Nachtropfen der geschmolzenen Probe vor Beginn der Messung zu verhindern.

Zusätzlich empfehlen wir die Verwendung einer 40-Messpunkte-Erfassung des Messgeräts, um eine hohe Genauigkeit der Ergebnisse zu erhalten.

Dies ermöglicht dem Kunden eine zuverlässige Messung, auch bei einer hohen Probenflüssigkeit, die einen MFR-Wert von 102,55 g/10 min ergibt.

Am Ende des Tests empfehlen wir eine gründliche Reinigung des Geräts mit unserer automatischen Trommelreinigungsvorrichtung, um die Testzeit zu verkürzen und den Qualitätskontrollprozess zu optimieren.

Für chemisch aggressive Materialien, wie z. B. PVC oder Fluorpolymere, haben wir ein spezielles korrosionsbeständiges Kit (Zylinder, Matrize, Kolben) entwickelt, das mit allen unseren Geräten geliefert werden kann.

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