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Dehngrenze (Offset)

Die Dehngrenze (Offset) ist eine willkürliche Annäherung an die Elastizitätsgrenze eines Materials. Sie ist die Spannung, die einem Punkt am Schnittpunkt einer Spannungs-Dehnungs-Kurve und einer Linie entspricht, die parallel zu einer bestimmten Elastizitätsmodul-Linie verläuft. Diese parallele Linie ist horizontal um einen vorgegebenen Betrag versetzt. Der Schnittpunkt stellt den Fließpunkt des geprüften Materials dar. Der Wert des Offsets (ausgedrückt als Prozentsatz der Dehnung) wird willkürlich durch die verwendete Werkstoffprüfnorm (ASTM oder ISO) definiert. Der gebräuchlichste Offset ist 0,2 %, aber dieser kann je nach Material variieren. Wenn das Material seinen Offset-Fließpunkt erreicht, hat es in der Regel seine Elastizitätsgrenze überschritten und einen geringen Prozentsatz an plastischer Verformung erfahren, der ungefähr dem Offset-Wert entspricht. Die Prüfindustrie hat diesen standardisierten Ansatz als eine Methode zur Bestimmung der Streckgrenze von Materialien akzeptiert, die keinen leicht erkennbaren Fließpunkt aufweisen.

Wie unterscheidet sich die Dehngrenze (Offset) von der Elastizitätsgrenze?

Die Elastizitätsgrenze ist die größte Spannung, die auf ein Material ausgeübt werden kann, ohne eine plastische Verformung zu verursachen. Der Offset-Fließpunkt unterscheidet sich von der Elastizitätsgrenze, da der Offset-Fließpunkt im Allgemeinen jenseits der Elastizitätsgrenze des Materials liegt.

Wie unterscheidet sich die Dehngrenze (Offset) von der Proportionalitätsgrenze?

Die Proportionalitätsgrenze ist der Punkt auf einer Spannungs-Dehnungs-Kurve, an dem der lineare, elastische Verformungsbereich in einen nichtlinearen, plastischen Verformungsbereich übergeht. Die Dehngrenze (Offset) unterscheidet sich von der Proportionalitätsgrenze, da die Dehngrenze (Offset) jenseits des linearen Bereichs eines Materials liegen kann.

Illustration der Proportionalitätsgrenze