Elastische Hysterese
Elastische Hysterese ist die Differenz zwischen der Dehnungsenergie, die erforderlich ist, um eine bestimmte Spannung in einem Material zu erzeugen, und der elastischen Energie des Materials bei dieser Spannung. Diese Energie wird als innere Reibung (Wärme) in einem Material während eines Testzyklus (Belastung und Entlastung) abgeführt.
Wenn mechanische Testdaten auf einer Spannungs-/Dehnungskurve dargestellt werden, zeigt ein Material, das eine elastische Hysterese aufweist, einen Pfad während der Belastungsphase des Tests und einen anderen Pfad während der Entlastungsphase. Die beiden Pfade weichen aufgrund des Hystereseverlusts (Energieverlust in Form von Wärme) deutlich voneinander ab, wobei die Fläche zwischen den Kurven die dissipierte Energie darstellt.
Verschiedene Materialien weisen unterschiedliche Grade an elastischer Hysterese auf. Harte Metalle beispielsweise weisen eine geringere Hysterese auf als Materialien mit hoher Dehnung, wie z. B. Elastomere. Hochgeschwindigkeitstests führen tendenziell zu den deutlichsten Ergebnissen, da die Kräfte auf die Probe über eine kürzere Dehnung größer sind, gefolgt von einem viel schnelleren Lastabfall beim Entlasten über dieselbe Dehnung.
Die Dämpfungskapazität eines Materials kann ermittelt werden, indem man die elastische Hysterese eines Materials durch seine elastische Verformungsenergie teilt. Durch den Vergleich der elastischen Hysterese und der Dämpfungskapazitäten verschiedener Materialien können Ingenieure sicherstellen, dass sie ein Material verwenden, das für ihre beabsichtigte Anwendung geeignet ist. Beispielsweise kann ein Gummi mit einer stärker ausgeprägten Hysterese eine große Energiemenge ableiten und eine gute Wahl für die Absorption von Vibrationen oder Schall sein.
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